Lasst den Verkäufern ihren Heiligabend!

Adventskalender mit geöffneten Türchen (Montag, Dienstag, Mittwoch, Freitag, Samstag) - Türchen für den Sonntag bleibt geschlossen.
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Eine Reihe von Initiativen aus dem Einzelhandel versucht derzeit die Sonn- und Feiertage zu Shoppingtagen zu machen. Nun erreicht der Kommerz sogar den 4. Advent. In Bayern wie in vielen anderen Bundesländern prüfen insbesondere Supermärkte, ein rechtliches Schlupfloch für Ladenöffnungen am 4. Adventssonntag zu nutzen, da dieser heuer mit Heiligabend zusammenfällt.

„Auch Verkäuferinnen und Verkäufer haben ein Recht, sich in Ruhe auf Weihnachten zu freuen und vorzubereiten“, fordert der Leiter des evangelischen Kirchlichen Dienstes in der Arbeitswelt, Pfarrer Johannes Rehm. „Das Weihnachtsgeschäft ist für die Handelsbeschäftigten keine ‚stade Zeit‘, sondern Stress pur, mit langen Arbeitszeiten auch am Abend und am Samstag. Ich appelliere an alle Supermärkte, wenigstens am 24. Dezember zum Wohle ihrer Beschäftigten nicht zu öffnen.“

Die Adventszeit – eigentlich eine Zeit der Besinnung und des Fastens – ist mehr und mehr zu einer Zeit des besinnungslosen Konsumierens verkommen. Inmitten des Shoppingtrubels bieten die Adventssonntage Christen wie Nichtchristen noch eine Gelegenheit, den eigentlichen Sinn dieser Jahreszeit wiederzuentdecken, die Vorfreude auf die Ankunft Jesu Christi und die intensive Zeit mit Familie und Freunden.

Die Adventszeit – eigentlich eine Zeit der Besinnung und des Fastens – ist mehr und mehr zu einer Zeit des besinnungslosen Konsumierens verkommen. Inmitten des Shoppingtrubels bieten die Adventssonntage Christen wie Nichtchristen noch eine Gelegenheit, den eigentlichen Sinn dieser Jahreszeit wiederzuentdecken, die Vorfreude auf die Ankunft Jesu Christi und die intensive Zeit mit Familie und Freunden.

„Wir begrüßen es, dass große Lebensmitteldiscounter wie Aldi, Lidl und Norma das Sonntagsshopping am 24. Dezember bereits abgesagt haben“, so Rehm, „daran sollten sich andere Händler ein Beispiel nehmen.“ Nach Einschätzung des evangelischen Pfarrers würde sich eine Öffnung auch kaum lohnen. Einer repräsentativen Umfrage der Zeitung Die Welt zufolge lehnen fast 90 Prozent der Bevölkerung die Ladenöffnung am 4. Adventssonntag ab.

Der kda engagiert sich in der bayerischen Sonntagsallianz für die Bewahrung der Sonn- und Feiertage. Die Petition „Der Sonntag muss frei bleiben!“ läuft noch bis zum 3. Advent auf www.change.org/sonntag.