Landessynode mit zukunftsweisenden Beschlüssen zu Ende gegangen

Mit überwältigender Mehrheit und ohne Gegenstimmen haben die Synodalen der bayerischen Landessynode bei ihrer heute zu Ende gehenden Tagung in Lindau die strategischen Ziele des Zukunftsprozesses „Profil und Konzentration“ beschlossen. Die konkreten Umsetzungsmaßnahmen sollen in den kommenden Monaten beraten werden. Die Synode will sich im Herbst wieder damit befassen.

Der Jugendbericht des Amtes für Evangelische Jugendarbeit wurde mit großer Zustimmung zur Kenntnis genommen. Nach dem Willen der Synode soll die Weitergabe des christlichen Glaubens an die junge Generation zu einem Kernthema werden. Bei allen kirchlichen Themen sollen junge Menschen in die Entscheidungsfindung einbezogen werden.

Beschlossen haben die Synodalen auch ein Integriertes Klimaschutzkonzept. Ziel ist, in allen Bereichen der Landeskirche das Engagement im Klimaschutz zu verstärken, um einen „uns angemessenen Beitrag zum Erreichen des 2-Grad-Ziels bis hin zur Klimaneutralität“ zu leisten. Das Klimaschutzkonzept bietet dabei eine Fülle von praktischen Umsetzungsmöglichkeiten, aus denen die Kirchengemeinden vor Ort auswählen können. In der Umsetzung soll gleichzeitig darauf geachtet werden, dass dadurch die Verwaltungs- und Genehmigungsprozesse nicht anwachsen. Auch das Engagement für den Klimaschutz dient dem weltweiten Frieden.

Einen wichtigen Beitrag zur weltweiten Gemeinschaft der Christen leisten die Beziehungen zu den Partnerkirchen und die ökumenischen Kontakte der bayerischen Landeskirche. Dazu wurde ein Konzept von der Synode beschlossen. Das Konzept benennt auch die Themen, die die Arbeit mit den Partnerkirchen in den nächsten Jahren prägen sollen.

Für das Projekt „Gerne evangelisch“ stellt die Landessynode 3,25 Mio Euro zur Verfügung. Mit diesem Projekt soll die Lebensbegleitung durch Taufen, Trauungen und Beerdigungen gestärkt werden. Dazu soll je eine Fachstelle für Nord- und Südbayern eingerichtet werden. Darüber hinaus können Kirchengemeinden Finanzmittel für eigene Projekte vor Ort beantragen.

Der Abschlussbericht des Projekts „Miteinander der Berufsgruppen in der Kirche“ wurde von der Synode ohne Gegenstimmen angenommen. Ziel des Projekts ist es, das Miteinander der Berufsgruppen in der Kirche und das vernetzte Arbeiten zu fördern, die Profile der Berufsgruppen zu klären und die kulturellen und strukturellen Rahmenbedingungen zu verbessern.

Mit einer Friedensandacht hatte die Landessynode ihr Schwerpunktthema „Christus ist unser Friede“ abgeschlossen. Vorangegangen waren Gesprächsrunden mit dem Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Gerd Müller, der Leiterin des Berliner Friedenszentrums der Mennoniten, Pastorin Martina Basso, Oberstleutnant Mathias Meierhuber von der Bundeswehr, Polizeioberrat Dr. Bernd Bürger und dem Spiegel-Journalisten Jan Fleischhauer zu unterschiedlichen Aspekten von Frieden.

Die Tagung der Landessynode endete heute mit dem Reisesegen von Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm.

Lindau, den 28. März 2019
Johannes Minkus, Pressesprecher