Partnerschaft mit Tansania
Quelle: www.pixelio.de
Struktur
Die Evangelisch- Lutherische Kirche in Tansania (Evangelical Lutheran Church in Tanzania, ELCT) besteht aus einem Kirchenbund mit 20 Teilkirchen (Diözesen). Sie ist Mitglied im Nationalen Christenrat in Tansania, in der Gesamtafrikanischen Kirchenkonferenz, im Lutherischen Weltbund (LWB) und im ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK). Zudem unterhält sie partnerschaftliche Beziehungen zu 14 Kirchen und Missionsgesellschaften in Europa und Nordamerika innerhalb der Kooperation Lutherischer Missionen (Lutheran Mission Cooperation, LMC). Sitz des zentralen Kirchenbüros ist Arusha. 2,5 Millionen Mitglieder werden von über 1000 Pfarrerinnen und Pfarrern, 3000 Evangelisten und 300 Gemeindehelferinnen betreut.
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Finanzen
Ihre Aufgaben finanziert die ELCT weit gehend durch Kollekten und Spenden, denn es gibt keine Kirchensteuer. Ungefähr die Hälfte der gesamten Finanzmittel bringt die Kirche selbst auf, der Rest kommt aus den Partnerkirchen in Europa und Nordamerika.
Gesamtkirchliche Einrichtungen
Theologischer Nachwuchs wird an den theologischen Hochschulen in Makumira und Iringa ausgebildet. Des Weiteren gehört zu den gesamtkirchlichen Einrichtungen ein kirchliches Seminar in Morogoro (eines der führenden Gymnasien in Tansania) mit religionspädagogischer Ausbildung, Sprach- und Orientierungsschule, einem Kindergarten und landwirtschaftlicher Abteilung. Hinzu kommen das Studio Moshi des Senders "Stimme des Evangeliums", die Gehörlosenschulen in Mwanga und Njombe und das Lehrerseminar in Uyole/Mbeya.
Jugedaustausch Weilheim Pare 1998
Zusammenarbeit
Im Auftrag der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (ELKB) begleitet und unterstützt das Missionswerk Bayern etwa 30 Dekanats- und Schulpartnerschaften sowie Partnerschaften von Institutionen mit der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Tansania. Dazu gehört beispielsweise die Förderung der Ausbildung künftiger kirchlicher Mitarbeiter: Für den Unterricht an der theologischen Hochschule Makumira hat das Missionswerk einen Pfarrer vermittelt. Ein Diakon ist in der Diakonenausbildung im Faraja-Diakonie-Zentrum in Sabuko/Sanya Juu tätig. An den Bibelschulen in Mwika und Kidugala lehren neben einheimischen Fachkräften eine Theologin und zwei Theologen im Auftrag des Missionswerkes. Daneben unterstützen Pfarrerinnen und Pfarrer aus Bayern die theologische Fortbildung auf Gemeinde-, Dekanats- und Diözesanebene in Same, Morogoro, Kidugala und Tandala.
Auch den Ausbau der medizinischen Versorgung hat sich die Kirche zum Ziel gesetzt. Sie unterhält Krankenhäuser, Gesundheitszentren und Basisgesundheitsdienste, zu deren Alltag die Aufklärung über Aids genauso wie Impfungen gegen Kinderlähmung und Tollwut oder die Behandlung von Patienten gehören. Im Auftrag des Missionswerkes arbeitet ein Gynäkologe im Machame-Krankenhaus.
Die Kirche nimmt ihren Missionsauftrag besonders in Gebieten wahr, in denen es nur wenige christliche Gemeinden gibt. In der Pare- und Morogorodiözese unterstützen zwei Pfarrer des Missionswerkes die Missionsarbeit unter den Massai.
Mehr über die Zusammenarbeit der ELKB mit der ELCT ist auf der Homepage des Missionswerks Bayern zu erfahren (www.missionswerk-bayern.de).
Geschichte
Die Geschichte des Christentums ins Tansania begann 1886, als die erste deutsche Missionsgesellschaft (Hersbrucker Mission) in Ostafrika gegründet wurde. 1887 begann die Evangelische Missions-Gesellschaft für Deutsch-Ostafrika (später Berliner, ab 1906 Bethel-Mission) in Dar es Salaam ihre Tätigkeit. Weitere Missionsgesellschaften nahmen in den folgenden Jahren ihre Arbeit in Tansania auf.
Am 19. Juni 1963 schließlich wurde die Evangelisch-Lutherische Kirche in Tanganyika gegründet. Im folgenden Jahr benannte man diese in "Evangelisch-Lutherische Kirche in Tansania" (ELCT) um. Stefano Moshi wurde ihr erster einheimischer Bischof.
Seit 1994 ist Dr. Samson Mushemba leitender Bischof der ELCT.
Quelle: http://www.bayern-evangelisch.de/www/engagiert/tansania.php
Bilder und weitere Infos z.B. unter http://home.arcor.de/soundjata/Africa/

